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Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerald Steiner, Leiter des Departments für Wissens- und Kommunikations-management, Donau Universität Krems (Foto: DUK)

Best Practice-Sonderkonferenz an der Donau-Universität Krems

20. Oktober 2015 | 08:16 Autor: DUK Startseite, Wien, Niederösterreich

Krems (A) Regen Zuspruch fand die Best Practice-Sonderkonferenz am 13. Oktober an der Donau-Universität Krems, welche einen praxisbezogenen Blick auf den Themenbereich Industrie 4.0 |Smart Production lieferte. Die Referenten beleuchteten dabei kritische Erfolgsfaktoren wie beispielsweise bedarfsbezogene Interfaces, Lean Engineering, Smart Technologies und Change Management als Schlüsselfaktor. Zentraler Faktor dafür ist laut Keynote Speaker Prof. Gerald Steiner die intelligente Vernetzung von Objekt, Person und System.

Industrie 4.0 beschreibt die Integration modernster Informations- und Kommunikationstechnologien mit klassischen physischen Produkten und Prozessen, durch die neue Geschäftsmodelle entstehen und neue Märkte erschlossen werden. Dabei steht die zentrale Frage im Fokus, wie durch diese Integration ein kundenindividueller Mehrwert generiert werden kann, wofür der Kunde zu zahlen bereit ist. Neben dem zumeist im deutschsprachigen Raum verwendeten Begriff Industrie 4.0, wird in Amerika von „Industrial Internet“ oder „Internet of Things“ gesprochen. Prof. Sihn von Fraunhofer bezeichnet die Schnittmenge als „Internet of Everythings“ und meint damit die Vernetzung von Dingen, Prozessen, Daten, Services und Menschen mittels Internet.

Die Vizerektorin für Lehre und Wissenschaftliche Weiterbildung, Univ.-Prof. Dr. Monika Kil, betonte in ihrer Begrüßung, den Anspruch der Donau-Universität Krems aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufzugreifen. Plattformen für den Austausch zwischen Theorie und Praxis sind, laut Kil, dafür besonders wichtig und fördern die Interdisziplinarität in Forschung und Lehre als auch den Wissens- und Erfahrungsaustausch der berufsbegleitend Studierenden.

Dipl.-Ing. Rau von Trumpf argumentierte für ein Umdenken in der Aus- und Weiterbildung aufgrund der veränderten Bedarfssituation und fegt gleichzeitig ein Vorurteil beiseite: „Den Menschen benötigen wir nicht weniger, aber anders. Denn es sind jene MitarbeiterInnen gefragt, die mit einem vernetzten System umgehen können. So bilden wir beispielsweise Produktionstechnologen aus.“

Die 2009 initiierte Kooperation von StEP-Up und der Donau-Universität Krems hat die Entwicklung sowie die erfolgreiche jährliche Durchführung des Studiengangs Lean Operations Management ermöglicht. 2011 wurde Studiengangs- und Zentrumsleiter Mag. Nikolai Neumayer in den Wissenschaftsbeirat von StEP-Up berufen. Die zuletzt entwickelten Personenzertifizierungen wie beispielsweise Lean Production Belt basieren auf den Anforderungen des Marktes, um Studierenden einen fachspezifischen Kompetenznachweis anzubieten. Neben einem perfekt auf die Zielgruppe abgestimmten Netzwerk sichert StEP-Up die kontinuierliche Weiterentwicklung zentraler Themen. Letzteres spiegelt sich in einer Reihe von Veranstaltungen, wie der seit 2013 gemeinsam veranstalteten "Best Practice-Konferenz", und auch in Form von Publikationen wider. Diese Kooperation ist Beispiel für ein perfektes Zusammenspiel einer Universität mit wirtschaftsnahen Partnern – und somit der Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis.

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