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v. l.: KSÖ-Geschäftsführer Dr. Alexander Janda, EuroCloud Austria-Vorstandssprecher Dr. Tobias Höllwarth, Philipp Blauensteiner, Leiter des Cyber Security Centers im BVT, Helmut Leopold, Head of Digital Safety & Securtiy Department am AIT, IV NÖ-Präsident Thomas Salzer und IV NÖ-Geschäftsführerin Mag. Michaela Roither. (© Andi Bruckner)

Industrieforum Niederösterreich: "Cybersecurity – Digitalisierung ohne Datenklau"

04. November 2016 | 08:04 Autor: IV Niederösterreich Österreich, Niederösterreich, Wien

Wien (A) Die Digitalisierung bringt nicht nur Chancen, sondern auch Risiken für Unternehmen mit sich. Aus diesem Grund widmete sich die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV NÖ) beim Industrieforum dem Thema Cybersecurity.

Um die 80 Gäste nahmen an dem Event im Haus der Industrie teil – viele von ihnen nutzten die Chance, um den hochkarätigen Experten Fragen rund um Themen wie digitale Geschäftsmodelle, virtuelle Industriespionage, Big Data und Cloud Computing, zu stellen. "Die Digitalisierung bietet viele Chancen, um unsere Produktivität und Wett-bewerbsfähigkeit zu steigern. Gleichzeitig müssen wir uns aber auch umso stärker dem Thema Datensicherheit widmen. Jede Schnittstelle in einer vernetzten Wert-schöpfungskette muss vor Angriffen geschützt werden!", so IV NÖ-Präsident Thomas Salzer bei der Eröffnung des Industrieforums.

Aufgrund des thematischen Schwerpunkts fand die Veranstaltung dieses Mal in Kooperation mit dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) statt. KSÖ-Geschäftsführer Alexander Janda erklärte in seinem Eröffnungsstatement: "Es ist ein Kernanliegen des KSÖ, die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft im Bereich der Cyber-sicherheit zu verbessern. Daher veranstalten wir regelmäßig Planspiele, um das Zusammenspiel von Unternehmen und Behörden im Fall eines Angriffs zu trainieren und zu optimieren. Bei dem vereitelten Cyberangriff auf den Flughafen Wien-Schwechat vor wenigen Wochen hat sich gezeigt, wie wichtig diese Übungen sind."

Drei Referenten – drei Vorträge – drei Diskussionen
Philipp Blauensteiner, Leiter des Cyber Security Centers im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) ging im ersten Kurzreferat auf die aktuelle Bedrohungslage in Österreich ein: "Angriffe werden immer profes-sioneller. Studien zeigen etwa, dass gezielte Spionagesoftware im Schnitt über 200 Tage unentdeckt bleibt. In diesem Zeitraum können viele Daten und Geschäftsgeheimnisse abfließen. Man muss die Gefahren kennen, um sich rechtzeitig vorberei-ten und im Fall des Falles richtig reagieren zu können. Das Cyber Security Center informiert die Betreiber kritischer Infrastrukturen über die Gefährdungslage".

Tobias Höllwarth, Vorstandssprecher von EuroCloud Austria sprach über die Aus-wirkungen von Cloud Computing: "Die Nutzung von Cloud-Services, eröffnet vielen Unternehmen den Zugang zu Produktionsmitteln, zu denen sie bisher keinen Zugang hatten und macht sie damit kompetitiver und erlaubt Ihnen an der digitalen Revolution teilzunehmen. Jedoch ist die Integration von Cloud Services in einem hybriden IT-Betrieb eine große Herausforderung. Neue technologische Entwicklung dürfen weder ver-schlafen noch ignoriert oder blind angenommen werden, sondern man muss sich kri-tisch damit auseinandersetzen."

Helmut Leopold, Head of Digital Safety & Securtiy Department am AIT Austrian Institute of Technology sieht Cybersicherheit als Grundlage für den Geschäftserfolg eines Unternehmens: "Wir müssen die Chance nutzen, Österreich als sicheren IT-Standort zu positionieren, um die rasant fortschreitende globale Digitalisierung für un-seren Wirtschaftsraum positiv zu gestalten. Natürlich gibt es keine absolute Sicherheit und das Angriffsszenario ist beträchtlich. Umso mehr müssen wir auf Technologien setzen, die die Hoheit der Daten an die Nutzerinnen und Nutzer zurückgeben."

  • IV NÖ-Präsident Thomas Salzer bei der Eröffnung des Industrieforums NÖ. (© Andi Bruckner)
    uploads/pics/Industriellenvereinigung-Niederoesterreich-Praesident-Thomas-Salzer_.jpg

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