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(Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de)

Niederösterreichische Baustudientage in Puchberg: Ernennung von 24 neuen Jung-Baumeistern

15. Feber 2016 | 08:55 Autor: Dr. Bruno Müller Österreich, Niederösterreich

Puchberg (A) Mit der Überreichung der Dekrete an 24 „Jung-Baumeister“ im Rahmen der NÖ Baustudientage in Puchberg am Schneeberg ist die Zahl der Baumeister mit aktiver Berechtigung in den letzten zehn Jahren in Niederösterreich um 18 Prozent auf 1.300 angestiegen. 2005 waren es 1.100 gewesen. Als jüngster Baumeister nahm der 24-jährige Daniel Simlinger aus Gföhl die Urkunde in Empfang, der älteste im Reigen der „Jung-Baumeister“ war Ruth Netzl aus Ladendorf mit 48 Jahren.

„Das Baugewerbe in Niederösterreich hat nicht nur aufgrund seiner Tradition, sondern auch aufgrund seiner innovativen Aus- und Weiterbildungsangebote und höchsten Qualitätsstandards eine hervorragende Bedeutung für die wirtschaftliche, kultur- und sozialpolitische Entwicklung unseres Bundeslandes“, stellte Robert Jägersberger, Bundesinnungsmeister-Stellvertreter und Innungsmeister der Landesinnung Bau NÖ, fest. Der engagierte Jungbaumeister-Nachwuchs sichere die Zukunft der 7.000 Betriebe des NÖ Baugewerbes und ihrer rund 30.000 Mitarbeiter.

Die Erwartungen an die Baukonjunktur freilich sind für 2016 eher zurückhaltend bzw. durchwachsen. In der Gesamtbetrachtung geht man von einer gleichbleibenden Situation wie im Vorjahr aus, „wobei einige Regionen die Situation schlechter und einige besser beurteilen“, heißt es aus der Landesinnung Bau. Das hänge oft stark von den lokalen Aufträgen ab, die in der Region südlich von Wien generell vorsichtiger eingeschätzt werden, weil hier die Zahl der Mitbewerber aus der Slowakei und aus Ungarn sehr groß ist. Damit decken sich die Erwartungen der Branche mit der aktuellen Konjunktur-Studie des WIFO vom Jänner 2016, wonach sich „die kontinuierliche Verbesserung der Konjunktureinschätzungen der österreichischen Bauunternehmen zu Jahresbeginn nicht fortsetzt“.

„Bei den Einschätzungen der künftigen Entwicklung kommt es zu einer Verschlechterung des Index der unternehmerischen Erwartungen“, berichtet das WIFO. Dieser Index ist gegenüber November um 2,3 Punkte und gegenüber Dezember sogar um 4,0 Punkte gesunken und liegt derzeit bei -4,6 Punkten. Sowohl die Preisentwicklung als auch die erwartete Beschäftigtenzahl in den kommenden Monaten wird aktuell pessimistischer eingeschätzt als noch zu Jahresende. Darüber hinaus sank auch die Einschätzung der eigenen Geschäftslage in den kommenden 6 Monaten und liegt im Januar mit -10 Punkten unter dem Wert vom Oktober mit -7 Punkten. Demgegenüber hat sich aber die Einschätzung zur gesicherten Produktionsdauer von 4,28 auf 4,37 Monate österreichweit zuletzt etwas erhöht.

Dass auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft nicht einfacher werden, zeigt ein Blick auf die Tagesordnung der Baustudientage. Da ging es unter anderem um Themen wie die neue Recycling-Baustoff Verordnung  oder die Haftungen, die aus Folgen der Planung, Ausschreibung oder der Örtlichen Bauaufsicht schlagend werden können. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst fasst Innungs-Geschäftsführer Harald Schweiger die Auswirkungen der Recycling-Baustoffverordnung auf Betriebe und Kunden so zusammen: „Höhere Baukosten, mehr administrativer Aufwand und Rechtsunsicherheit für Betriebe und Kunden.“

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