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BfG Finanzvorstand Fritz Fessler (© Aleksandra Pawloff)

Fritz Fessler ist neuer Finanzvorstand bei der Gemeinwohl Bank

18. Oktober 2016 | 11:47 Autor: Bank für Gemeinwohl Österreich, Niederösterreich

Gumpoldskirchen (A) Einen Meilenstein für eine neue Art des Gemeinwohl-Banking setzt nun die BfG-Genossenschaft mit der für Anfang nächsten Jahres geplanten Etablierung der Crowdfunding-Plattform für gemeinwohlgeprüfte Projekte und der Einführung des ersten Gemeinwohl-Kontos Österreichs ab 2018.

Das Gemeinwohl-Konto mit Bankomat- und Kreditkarte wird der Durchführung von Zahlungsverkehr für Geschäftskunden ebenso wie für Private dienen. Es soll einen Gemeinwohlbeitrag enthalten: „So bestimmt jeder, was mit dem eigenen Geld passiert“, erklärt BfG-Vorstand Peter Zimmerl. „Wir finanzieren damit günstige Sozialkonten für Menschen mit geringem Einkommen, Beiträge für Umweltinitiative usw.“ Das Kontoguthaben wird treuhändisch, von anderen Mitteln des Zahlungsinstituts getrennt geführt, „es ist dadurch vollkommen sicher, klassische Bank-Einlagensicherung ist daher nicht notwendig“. Das Gemeinwohlkonto soll zum Aushängeschild der BfG werden: “Menschen, die Werte-basiertes Banking suchen, legen in Zukunft ihre Gelder auf unser Gemeinwohl-Konto“, kündigt Zimmerl an.

Crowdfunding-Plattform mit Gemeinwohl-Siegel
Zweites Vorhaben ist eine Crowdfunding-Plattform ab 2017. Dorthin gelangen Projekte, die zuvor eine sorgfältige, strukturierte Gemeinwohl-Prüfung durchlaufen haben. Hierfür zählt die BfG auf die Expertise ihrer Genossenschafts-Community: Die Mitglieder sind aufgerufen, sich an der Evaluierung zu beteiligen. „Experten für Windkraft können sich dann beispielsweise bei der Gemeinwohl-Beurteilung eines Windkraft-Projektes einbringen“, erklärt BfG-Vorständin Christine Tschütscher. Auch die Wirtschaftlichkeit wird überprüft. „Dadurch schaffen wir eine neue Qualität an Sicherheit, die das Potential hat, standardisierte Rating- und Bewertungsverfahren abzulösen.“

Kooperation mit Partner-Banken für Kreditfinanzierungen
Mit diesem Gemeinwohl-Crowdfunding werden Sockel-Finanzierungen als Basis für Bankkredite geschaffen, denn viele kleinere Unternehmen benötigen Investitionskredite, um ihr Wachstum zu finanzieren – oft fehlen aber Eigenmittel und Sicherheiten, und die Bankenregulierung erschwert eine Kreditvergabe. Der BfG-Vorstand hat daher mit mehreren Ethik-Banken Kooperationsgespräche auf­genommen, um solche Kreditfinanzierungen möglich zu machen.

Zukunftsträchtiges Genossenschaftsmodell
Zimmerl sieht in den beiden Bausteinen Crowdfunding und Gemeinwohlkonto zukunftsweisende Schritte zum ethischen Banking in Österreich. Vorständin Christine Tschütscher bekräftigt:„Wir haben ein völlig neues Modell einer interaktiven und partizipativen Finanzgenossenschaft geschaffen, geprägt von regelmäßigen Versammlungen und Diskussionen, bald auch mithilfe eines digitalen Partizipationstools.“

Neuer Finanzvorstand Fritz Fessler
Um die neuen Etappenziele besser zu bewältigen, verstärkt nun DI Fritz Fessler die Vorstandsebene: Fessler ist IT-Unternehmer und seit über vier Jahren im Bereich Finanzen, zuletzt als Leiter des Finanzausschusses im Aufsichtsrat, ehrenamtlich aktiv. “Ich stehe für transparente Finanzgebarung und verantwortungsvolle Mittelverwendung. Die Aufklärung der Menschen über die Mechanismen des Geldes liegt mir am Herzen“, so Fessler.

  • BfG-Vorstände Fritz Fessler, Christine Tschütscher, Peter Zimmerl (© Aleksandra Pawloff)
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