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Die Partner des Alpstarprojektes bei der Besichtigung der Firma Häusle in Lustenau. (Fotos: CIPRA International)

Alpenrheintal geht neue Wege in Sachen Klimaschutz

28. März 2012 | 09:46 Autor: Energieinstitut Vorarlberg Vorarlberg

Dornbirn (A) 13 Regionen in den Alpen haben sich zusammengetan, um neue Formen im Umgang mit der Klimaveränderung zu erproben. Ziel des Projektes Alpstar ist, die guten Beispiele aus den Pilotregionen zum Standard für die gesamten Alpen zu erheben. Von Donnerstag, 22. März, bis Freitag, 23. März, weilten die Alpstar-Vertreter bei ihren Partnern im Rheintal.

Über drei Länder erstreckt sich die Alpstar-Pilotregion Alpenrheintal: Liechtenstein ist durch das Amt für Wald, Natur und Landschaft eingebunden, Vorarlberg durch den Fachbereich Energie, Klimaschutz und klimaschutzrelevante Ressourcen der Vorarlberger Landesregierung und der Schweizer Kanton St. Gallen durch das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation. Koordiniert werden die Aktivitäten von der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA in Schaan (FL) und dem Energieinstitut in Dornbirn.

Diese breit angelegte Vertretung durch sehr unterschiedliche Gremien ermöglicht eine fachübergreifende Herangehensweise, wie sie für den Umgang mit dem Klimawandel nötig ist. Denn dies ist das Ziel des Projektes Alpstar: Massnahmen in verschiedenen Bereichen erproben zur Verminderung der Klimaerwärmung. Die 13 Regionen lernen voneinander – und die guten Beispiele sollen im ganzen Alpenraum zum Standard erhoben werden. Klimaneutrale Alpen bis 2050, diese Vision tragen die Alpstar-Partner weiter.

Das Dreiländereck hat viel zu bieten
Um den Austausch zu fördern, besuchen sich die Alpstar-Partner gegenseitig in ihren Regionen. Dieser Tage, von Donnerstag, 22. März, bis Freitag, 23. März, weilten sie bei den die Alpenrheintalern und besichtigten einige Vorzeige-Beispiele in Vorarlberg.
Wie Altstoff wiederverwerten? Welche Energiekreisläufe können damit in Gang gesetzt werden? Im Abfallwirtschaftszentrum der Firma Häusle in Lustenau erfuhren die Partner aus Slowenien, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, wie aus Altstoff wieder ein Wertstoff wird, wie die Stromerzeugung aus Altholzverwertung vor sich geht und dass daraus nicht nur Heizwärme, sondern auch Strom und Kälte für industrielle Prozesse erzeugt werden können.

Als weiteres nachahmbares Beispiel präsentierten die Rheintaler ihren Alpstar-Partnern „Vollsolar im Doppelpack“, ein Feuerwehrhaus-Neubau und ein sanierter Volkschul-Altbau in Wolfurt. Die beiden Häuser sind über ein gemeinsames Energiesystem verbunden. Die Photovoltaikanlage auf den Dächern erzeugt die nötige elektrische Energie für die Wärmepumpe, sodass die Passiv-Häuser bezüglich Energie für Wärme und Wasser unabhängig sind.

Umsteigen fürs Klima
Als Beitrag zum alpenweiten Alpstar-Projekt haben sich die drei Rheintal-Partner aber ein anderes Thema vorgenomen: die Mobilität. Wie können die Pendler im Dreiländereck zum Umsteigen auf klimaerträgliche Verkehrsmittel bewogen werden? Gemeinsam erarbeiten sie eine Strategie, die nicht mit dem Mahnfinger fuchtelt, sondern positive Anreize setzt. Die Menschen sollen erkennen, dass die Veränderung ihrer Mobilitätsgewohnheit ein Gewinn von Lebensqualität sein kann.

Für die Mobilitätsstrategie arbeiten die Partner mit Gemeinden und Betrieben zusammen. Sie unterstützen diese bei der Umsetzung eines eigenen Mobilitätsmanagements. Schwerpunktregionen sind die Räume Feldkirch-Vaduz-Sargans und St. Gallen-St. Margrethen-Bregenz. Nach einer Testphase im Sommer und Herbst dieses Jahres werden die Erkenntnisse im Laufe des nächsten Jahres umgesetzt.

Wie können die Alpen klimaneutral werden bis 2050?
13 Partner-Regionen aus dem Alpenraum, darunter Vorarlberg, Liechtenstein und der Kanton St. Gallen, wollen im Rahmen des Alpstar-Projektes gemeinsam Wege aufzeigen, wie der CO2-Ausstoss im Alpenraum effektiv reduziert werden kann. Damit leisten die Partner einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Klima-Aktionsplans der Alpenkonvention.

Weitere wichtige Elemente von Alpstar sind die Sammlung von guten Beispielen zu den Themen Energie, Verkehr und Wirtschaft, die Ausarbeitung von CO2-Neutralitätsstrategien, die Umsetzung von Pilotvorhaben in den Partner-Regionen und der Wissenstransfer zu jenen AkteurInnen, die beim Klimaschutz eine fedeführende Rolle spielen. Das Projekt läuft von Juli 2011 bis März 2014 und hat ein Gesamtbudget von 2,8 Mio. Euro, davon stammen 1,9 Mio. Euro aus dem EU-Förderprogramm Alpine Space. Mehr Infos unter www.alpstar-project.eu

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