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Sanierungsimpuls des Landes nützt vor allem Bauwirtschaft, Handwerk und Gewerbe. (Foto: M.Sigg)

Vorarlberg ist Champion beim Sanieren

23. November 2010 | 09:14 Autor: Mathis Marianne Vorarlberg
DI Eckart Drössler vom Energieinstitut Vorarlberg zieht erste Bilanz – Bauwirtschaft: Beginn einer Umstellungsphase

Das Bewusstsein unter den Vorarlberger Sanierungswilligen ist dank großzügiger Förderung durch das Land Vorarlberg bemerkenswert gestiegen. Die Förderungszusagen haben sich innerhalb von zwei Jahren fast verfünffacht. Bestehende Bausubstanz wird in zunehmendem Maße erneuert, genutzt und auch reaktiviert, sagt Lothar Hinteregger, Leiter der Abteilung Wohnbauförderung im Amt der Landesregierung. Holzbau-Unternehmer Julius Berchtold (Wolfurt): „Wir befinden uns am Beginn einer Umstellungsphase.“

„Schaffa, schaffa, Hüsle sanieren“, so lautet der neue Tenor laut  DI Eckart Drössler, Leiter der technischen Qualitätssicherung und  Abwicklung der ökologischen Wohnbauförderung vom Energieinstitut Vorarlberg, zu den motivierenden Faktoren dieses Impulses:  „Die Förderung der anerkannten thermischen Sanierungskosten bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter wurden erhöht Außerdem wurden die Einkommensbetrachtung in der Förderstufe 4 und 5 bei gleichzeitiger Anrechenbarkeit von 90 und 100% der thermischen Sanierungskosten ausgesetzt und das Sanierungsdarlehen für die gesamte Laufzeit von 20 Jahren zinsfrei gestellt.!"

„Das Land Vorarlberg hat durch die in den Jahren 2009 und 2010 ausgerufene Sanierungsoffensive die Förderungszusagen im Bereich der Wohnhaussanierung gegenüber 2008 verdreifacht (3.010 Förderungszusagen im Jahre 2009) bzw. heuer bis zum Jahresende gegenüber 2008 fast verfünffacht. Das zugesagte Fördervolumen hat sich von € 9,2 Mio im Jahr 2008 auf € 50,3 Mio im Jahr 2009 erhöht und wird heuer wahrscheinlich € 90 Mio erreichen. Mit diesen Investitionen konnten in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht wertvolle Impulse gesetzt und die gesteckten Ziele erreicht werden. Es konnte auch ein wesentlicher Anreiz zur Konjunkturbelebung in einer krisenbedingt schwierigen Zeit geschaffen werden. Bestehende Bausubstanz wird in zunehmenden Maße saniert, genutzt und auch reaktiviert“, weiß Lothar Hinteregger.

Impuls für Bauwirtschaft
Dadurch wurde ein deutlicher Impuls für die Bauwirtschaft gesetzt. Das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Sanierungen steige, stellt Holzbaumeister Julius Berchtold, big player mit 22 Standorten, die allesamt ökozertifiziert sind.Die Förderung des Landes habe die Offensive stark begünstigt. „Jüngere Leute sanieren eher als ältere“. Der gesetzlich vorgeschriebene Energieausweis beim Kauf oder Vermietung werde leider zu wenig in die Tat umgesetzt. „Das System ist aber auch etwas kompliziert. Man habe zwei Ansprechpartner: Das Land und das Energieinstitut. In der Partnerschaft könne aber Kooperation gelebt werden.
Trotzdem bleibt für die allernächste Zukunft viel Arbeit zu tun. Es gilt, die Sanierungstätigkeit so zu motivieren, dass ein Großteil in der Förderstufe 5 und ein kleiner Teil in der Förderstufe 4 stattfindet, dass dann alle Sanierungen umfassende Gesamtsanierungen sind und die Sanierungsrate weiter zu erhöhen, bis 3% erreicht sind. „Wir sind Schritt für Schritt auf gutem Weg Richtung Energieautonomie bis 2050“, ist Drössler zuversichtlich.

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