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Sie bringen Bewegung in die Mobilität der Mitarbeiter: die Mobilitätsbeauftragten von Wirtschaft MOBIL. v.l.n.r.: Martin Reis (Koordinator, Energieinstitut), Marlies Moosbrugger und Robert Hasler (Zumtobel Group), Johannes Netzer und Martin Tschofen (illwerke vkw), Robert Hoschek (OMICRON), Gerhard Kummer (Hirschmann), Daniel Oehry (Hilti) und Sylvia Eller (Collini), nicht im Bild: Pascal Grosskopf (Blum), Gerhard Berlinger (Haberkorn)

Wirtschaft MOBIL: Vorarlberger Leitbetriebe setzen auf Bus, Bahn und Rad

10. Dezember 2014 | 13:54 Autor: Energieinstitut Vorarlberg

Dornbirn (A) Das ergab eine Erhebung des Energieinstitut Vorarlberg unter acht der größten Arbeitgeber in Vorarlberg und Liechtenstein. Und: die Betriebe tun einiges dazu.

Weniger Flächenbedarf für Parkplätze, weniger lärmgeplagte Anrainer, gesündere, aufmerksamere Mitarbeiter, für Betriebe gibt es zahlreiche Gründe, die Mobilität ihrer Angestellten insbesondere auf das Fahrrad zu verlagern.
Darauf legen die acht Betriebe, die zusammen über 10.000 Mitarbeiter in der Region beschäftigen und allesamt im Netzwerk Wirtschaft MOBIL versammelt sind, auch das größte Augenmerk:  So verfügen alle acht Betriebe über großzügige, überdachte Radabstellanlage und beteiligen sich am Fahrrad Wettbewerb.

Duschen, Spinde, Ladestationen
Sieben Arbeitgeber bieten Duschen und Spinde sowie Ladestationen für E-Bikes an. Sechs Unternehmen führen einen Bike-Frühjahrscheck für Mitarbeiter-Fahrräder durch und stellen Diensträder für innerbetriebliche Fahrten bereit. Vier Firmen unterstützen den Fahrradweg vom Bahnhof zum Betrieb mit sogenannten Bahnhofsrädern – für das eigene Fahrrad stehen am Ausgangsbahnhof Fahrradboxen bereit.
„Nachhaltige Mobilität soll flexibel gestaltet sein. Mit unserer gemeinsamen E-Bike Aktion sind viele Mitarbeiter, denen das Fahrradfahren körperlich zu anstrengend war, auf den Geschmack gekommen und umgestiegen. Die gute Beteiligung an unseren verschiedenen Angeboten und Aktivitäten zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erläutert Gerhard Berlinger von Haberkorn.

ÖV-Schnupper-Tickets und E-Autos

Auch dem Öffentlichen Verkehr räumen die Unternehmen eine große Bedeutung ein. Fünf Unternehmen beteiligen sich bereits an der Finanzierung von Job-Tickets, die den Beschäftigten den kostenlosen Arbeitsweg mit Bus und Bahn ermöglichen. Drei Arbeitgeber stellen zudem Monitore mit Echtzeit-Abfahrtszeiten von Bus und Bahn im Eingangsbereich zur Verfügung. Immerhin vier Firmen setzen bei Dienstfahren auf Elektroautos, die auf dem Betriebsgelände geladen werden können.

Es geht noch mehr

Im Rahmen des Netzwerks Wirtschaft MOBIL, dem alle befragten Betriebe angehören, wurden zusätzlich zu den bereits gesetzten Maßnahmen drei neue Schwerpunkprojekte definiert. Dazu zählen die Befragung der Beschäftigten, das Bonussystem „Eco Miles“ und die Förderung von Fahrgemeinschaften.
„Das Ergebnis der Erhebung zeigt ein erfreulich hohes Niveau in der Förderung alternativer Verkehrsmittel“, freut sich  Martin Reis vom Energieinstitut. „Insbesondere, weil sich die Betriebe nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen, sondern aktiv weitere Maßnahmen angehen.“

Flexibles Mobilitätsverhalten fördern
„Wir möchten gezielt Anreize bieten, das eigene Auto auch mal stehen zu lassen. Es freut uns, dass wir bereits viele Mitarbeiter dazu bewegen konnten, Bus und Bahn, Fahrrad und Fahrgemeinschaften zu nutzen - unsere Angebote werden sehr gut angenommen“, sagt Marlis Moosbrugger, Mobilitätsbeauftragte der Zumtobel Group.

Netzwerk Wirtschaft MOBIL: Umsetzungsmaßnahme der Energieautonomie
Nach dem Motto ‚Gemeinsam mehr erreichen‘, hat das Energieinstitut im Auftrag des Landes das Netzwerk Wirtschaft MOBIL ins Leben gerufen. Es stellt eine Umsetzungsmaßnahme der Energieautonomie Vorarlberg dar und setzt auf systematische Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch unter den teilnehmenden Betrieben.

Factbox
Wirtschaft MOBIL – teilnehmende Betriebe:
Collini GmbH, Haberkorn GmbH, Hilti Aktiengesellschaft (Liechtenstein), Hirschmann Automotive GmbH, illwerke vkw, Julius Blum GmbH, OMICRON electronics GmbH, Zumtobel Group
Mitarbeiter am Standort Vorarlberg/Liechtenstein: 10.500
Projekte 2014/2015: Mitarbeiterbefragung, Eco-Miles, Fahrgemeinschaften
Fachliche Betreuung: Energieinstitut Vorarlberg, Martin Reis


                      

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