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v.l.n.r. die Eigentümerfamilien (mit Logos): Ing. Peter Hrachowina, gf. Gesellschafter Hrachowina, Barbara Weinzetl, Geschäftsführung Weinzetl

Hrachowina übersiedelt Produktion nach Niederösterreich

02. Mai 2018 | 09:14 Autor: funkelrot Startseite, Wien, Niederösterreich

Wien/Wiener Neustadt (A) Nach 110 Jahren in Wien siedelt Hrachowinas Holzfenster-Produktion von Kagran nach Wiener Neustadt. Die ersten Fenster aus dem niederösterreichischen Produktions-Joint Venture mit Weinzetl sind soeben ausgeliefert. Die Investition in eine neue Großanlage resultiert in einer Erneuerung der Produktpalette. Die hochautomatisierte Produktion soll nachhaltig Qualität und Wirtschaftlichkeit sichern. Österreich, genauer: Ostösterreich, als Standort war eine Grundvoraussetzung im gesamten Standortwahlprozess.

Alles neu macht Wiener Neustadt
Das Fensterunternehmen Hrachowina produziert ab sofort seine Holzfenster sowie Holz-Alu-Fenster und -türen in Wiener Neustadt. Der niederösterreichische Produktionsstandort wird gemeinsam mit einem zweiten Familienunternehmen, Weinzetl, genutzt. In die gemeinsame Produktion mit neuer Halle und hochmodernen Maschinen investierte Hrachowina 2,8 Millionen Euro. Peter Frei, Geschäftsleitung Hrachowina, erläutert: „Wir haben uns den Produktionsprozess sehr genau angesehen, das Modernste aufgestellt, das es gibt und gleichzeitig die gesamte Produktpalette optimiert.“ Die Übersiedlung wird bis Jahresmitte abgeschlossen sein. Die alteingesessene Produktion in Wien Kagran ist dann komplett verlagert.
 
Sharing Production
Die Entscheidung für die kollaborative Produktion fiel 2016. Hrachowina und Weinzetl gründeten 2017 eine Produktionsgemeinschaft. Dafür sprachen die optimale Auslastung der Anlagen, der größere Investitionsspielraum sowie Synergien in der Standort-Administration. Und, wie Peter Hrachowina, Inhaber in dritter Generation, betont: „Ausschlaggebend für unsere Zusammenarbeit war, dass wir nicht nur beim hohen Qualitätsbewusstsein und der Holzexpertise zusammenpassen, sondern auch ‚die Chemie stimmt’ – während wir uns am Markt nicht in die Quere kommen.“ Die Firmen nutzen unterschiedliche Vertriebswege, um jeweils andere Kundengruppen zu beliefern. Abseits der gemeinsamen Nutzung des Produktionsbetriebes bleiben die Unternehmen und Marken eigenständig.
 
Fensterindustrie 4.0
In der sehr kompetitiven Fensterbranche, in der es laufend zu Marktbereinigungen kommt, ist es Hrachowina wichtig, die Wettbewerbsfähigkeit für die nächsten Jahrzehnte sicherstellen. „Mit dieser Neuaufstellung sind wir für den steigenden Kostendruck am Markt gerüstet. Gleichzeitig können wir unserer kompromisslosen Ausrichtung auf Qualität treu bleiben“, erläutert Peter Frei. Wirtschaftlichkeit und Wachstum stehen jetzt im Fokus. Der ohnedies sehr aktuelle Anlagenbestand (2015 erworben) wurde in Wiener Neustadt um eine zweite Großanlage (für Brancheninsider: Conturex und Powermat von Weinig) und einen zweiten Lackierroboter erweitert. Dieser Technologiesprung verbessert die Produktionsgenauigkeit und Flexibilität sowie die Lieferzeiten.
 
Headquarter bleibt in Kagran. Hrachowina bleibt in Österreich.
Hrachowinas Headquarter samt Innovations- und Logistik-Hub (mit Endfertigung, Abhollager und Schauraum) bleibt in Wien. In den nächsten Wochen wird innerhalb von Kagran übersiedelt. Der Noch-Standort in Wien 22 ist verkauft und weicht nach 110 Jahren Unternehmensgeschichte dem Wohnbau, der diese Gegend mittlerweile dominiert. Aus einem bisherigen Standort werden drei neue: Das Headquarter wird in Kürze innerhalb des Bezirks übersiedeln, die Holzproduktion ist bereits in Wiener Neustadt und die – umsatzmäßig geringfügigere – Kunststofffensterherstellung erfolgt nach Hrachowina-Standards im Waldviertel als Teil der Produktions-gemeinschaft waku. Von den bisherigen Produktionsmitarbeitern gehen 10 % die 63 Kilometer nach Wiener Neustadt mit. 20 % werden in die Endfertigung am neuen HQ-Standort in 1220 siedeln und einige fanden eine Rolle in Partnerunternehmen, etwa in Montagefirmen. Die, die sich für eine Trennung entschieden haben, erhielten einen gewerkschaftlich ausgehandelten Sozialplan.
 
Fenster aus Österreich
Eines war während der gesamten Neuaufstellung unumstritten, wie Alexander Hrachowina, Head of Controlling, anmerkt: „Hrachowina bleibt in Österreich, das ist für die Familie und das Unternehmen alternativlos. 100 % der Wertschöpfung sind im Land.“

    Hrachowina Fenster & Türen GmbH

    Am Langen Felde 55, 1222 Wien
    Österreich
    +43 1 2583611-0

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