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Mit dem aufwändigen Bau eines 1.000-Eimerfasses schreibt Lenz Moser erneut österreichische Weingeschichte.

Lenz Moser schreibt erneut Weingeschichte: Bau eines 1000-Eimerfasses

10. August 2017 | 09:04 Autor: Dagmar Gross Österreich, Niederösterreich

Rohrendorf (A) Viele Jahrzehnte schlummerte im Weinkeller von Lenz Moser ein historisches 1.000-Eimerfass, dessen Fassboden aufwändige Schnitzarbeiten zierten. Seine Zeit als Reifebehältnis für Wein hatte dieses 56.500 Liter fassende Juwel längst hinter sich. Für den Chefönologen Ing. Ernest Großauer wurde das Fass bei seiner täglichen Arbeit immer mehr zur Inspiration. Wie könnte diesem Schmuckstück neues Leben eingehaucht werden?

Das Holzfass an sich – in Form von Barriques und Gebinden mit einigen Tausend Litern Fassungsvermögen – hatte bei Lenz Moser seit jeher einen großen Stellenwert. Somit reifte langsam der Entschluss, dem 1.000-Eimerfass seine einstige Bedeutung zurückzugeben. Das Fass selbst sollte erneuert werden, der kunstvoll geschnitzte Fassboden weiterhin die Betrachter erfreuen.
 
Fassbinder gesucht!
Wesentlich aufwändiger gestaltete sich die Suche nach einer Fassbinderei, bei der sowohl Können als auch die nötigen räumlichen Gegebenheiten vorhanden waren. So haben beispielsweise die Fassdauben für ein kleines Holzfass nur eine Biegung, für das 1.000-Eimerfass sind vier bis sechs Biegungen nötig. Diese sind unbedingt zu koordinieren, was enormen Aufwand und viel Geschick erfordert. Darüber hinaus gilt es zu garantieren, dass das Holz dem Druck der großen Menge Wein standhält. Dafür bedarf es etwa der doppelten Biegung der Böden (Staudammprinzip). Auch die Handhabung des Gewichts von 13.000 Kilogramm des leeren Fasses musste von der gesuchten Fassbinderei zu bewältigen sein. Umso größer war die Freude, dass diese komplexen Anforderungen von der Firma Pauscha Austria since 1875 PA. Fassbinderei GmbH mit Firmensitz in Wolfsberg/Kärnten erfüllt werden konnten. Das passende Eichenholz für dieses Großprojekt fand sich in heimischen Wäldern und wurde in den Jahren 2009 und 2010 vom Stift Klosterneuburg geschlägert.
 
Einweihung in zwei Akten
Ende Juni 2017 erfolgte der Aufbau des neuen 1.000-Eimerfasses in der Weinkellerei Lenz Moser. Im Herbst 2017 wird es erstmals befüllt – vorgesehen sind dafür Blauer Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon aus den von Lenz Moser bewirtschafteten Weingärten des Schlossweinguts Souveräner Malteser Ritterorden in Mailberg. Den krönenden Abschluss bildet die feierliche Einweihung mit Taufe und Segnung des 1.000-Eimerfasses. Dieses Zeremoniell findet im Rahmen des Lenz Moser Herbstfests im kommenden November statt.

  • Große Freude beim Team von Lenz Moser kurz vor Fertigstellung des 1.000-Eimerfasses. (v.l.n.r.): Ing. Michael Rethaller (Qualitätssicherung). Andreas Pirschl (Vorstand Lenz Moser), Ing. Ernest Grossauer (Kellereileiter), Walter Holzner (Vorstandsvorsitzender Lenz Moser), Ing. Norbert Gutmayer (Leiter Schlossweingut Malteser Ritterorden)
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  • Schon vor 20 Jahren begann Ing. Ernest Großauer, Chefönologe von Lenz Moser, verstärkt auf das große Holzfass zu setzen. Das 1.000-Eimerfass bildet nun das Schmuckstück im Weinkeller.
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Friedrich H. Wimmer | Marketing Weinkellerei Lenz Moser AG

Lenz Moser Straße 1, 3495 Rohrendorf, Österreich
+43 2732 85541-0

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