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DI (FH) Christoph Ungersböck, Geschäftsführer SICK Österreich. (Fotos: SICK)

Messtechnik von SICK unterstützt Emissionsreduktion von Abgasen in der Schiffahrt

03. März 2020 | 09:35 Autor: SICK Startseite, Niederösterreich

Wiener Neudorf (A) Schiffe gehören weltweit zu den größten CO2-Emittenten. Ebenso beachtlich ist ihr Ausstoß von Schwefeloxiden, die laut einer Bestimmung der International Maritime Organization (IMO) seit Anfang dieses Jahres deutlich reduziert werden müssen. Wichtige Schritte, um die Schifffahrt auf einen grünen Kurs zu bringen. SICK leistet mit seinen Lösungen einen Beitrag dazu.

Über Flugzeuge, Autos und Kohle wird in Sachen Klimaschutz viel gesprochen – über Schiffe deutlich weniger. Dabei kommen etwa 3% der weltweit vom Menschen verursachten CO2-Emissionen von Schiffen. Hinzukommen jeweils deutlich über 10% der globalen Stickoxidemissionen und der Schwefeldioxidemissionen. Das zeigt, wie wichtig es ist, hier Maßnahmen zu setzen. Auch wenn seitens vieler Reedereien bis zuletzt auf einen Aufschub gehofft wurde, gilt nun bereits seit 1. Jänner 2020 eine strengere Vorgabe für die erlaubten Schwefeloxide. Für sie bedeutet das den Wechsel von Schweröl auf Schiffsdiesel, die Umrüstung auf verflüssigtes Erdgas (Liquified Natural Gas – LNG) oder den Einbau von Abgasreinigungsanlagen. In jedem Fall ist mit einem erheblichem Aufwand und Kosten zu rechnen.

Scrubber heißen die Reinigungsanlagen, die zur Entschwefelung der Abgase eingesetzt werden und es ermöglichen, auch weiterhin die schwefelreicheren Schweröle zu nutzen. Im Sinne der Umwelt sollten die gewonnen Schwefelabwässer dabei in Tanks gesammelt (Closed-Loop-Scrubber) und einer geordneten Entsorgung zugeführt werden.

Eine zentrale Rolle bei den Scrubbern spielt die Messung der Schadstoffe. Der Sensorspezialist SICK bietet mit dem MARSIC300 eine Lösung zur verlässlichen Emissionsmessung auf Schiffen. Das Messgerät ist für diese Anwendung von namhaften Klassifikationsgesellschaften typzugelassen (MARPOL Annex VI und IMO MEPC). MARSIC300 misst sowohl SOx und CO2 vor und nach dem Scrubber als auch NOx vor und nach SCR-Anlagen (Selective Catalytic Reduction). Zusätzlich ist der Einsatz für Messungen von Prozessgasen wie CH4 bei LNG und Dual-Fuel-Motoren möglich.

Geliefert wird der MARSIC300 als kompaktes Komplettsystem. Dank zertifizierter interner Driftkorrektur kann man sich dabei teure Prüfgase sparen und bis zu acht Messstellen können mit nur einem Analysator betrieben werden. Die gesamte Messlösung wurde speziell für den Einsatz auf Schiffen konzipiert und überzeugt durch einen besonders geringen Wartungsaufwand sowie einfach austauschbare Module. Ein global verfügbarer Servicesupport bzw. Unterstützung durch Experten per Fernwartung gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit.

DI (FH) Christoph Ungersböck, Geschäftsführer SICK Österreich: „Als Spezialist für Emissionsmessungen in unterschiedlichsten Bereichen merken wir, dass hier ein nachhaltiges Umdenken stattfindet – nun auch verstärkt in der Schifffahrt. Da wir in Österreich für 14 Tochterunternehmen und Landesgesellschaften von SICK in Südosteuropa verantwortlich sind, hat die Schifffahrt für uns große Bedeutung. Umso mehr freut es uns, dass wir mit dem MARSIC300 eine Lösung bieten, die im Rahmen der neuen Abgasvorgaben eine wesentliche Rolle spielt.“

Auch in Sachen eigenem CO2-Foodprint engagiert sich SICK Österreich. Bereits vor zwei Jahren als klimaneutrales Unternehmen ausgezeichnet, folgten vor kurzem weitere Maßnahmen. Durch den Kauf von 700 Klimaschutzzertifikaten unter der Hoheit der Vereinten Nationen hat SICK Österreich seine Treibhausgasemissionen für zwei Jahre kompensiert. Mit diesen Zertifikaten wird ein  Waldaufforstungsprojekt (mit Gold Standard zertifiziert) in Uruguay und ein Wasserkraftprojekt (nach CER zertifiziert) in Mali unterstützt.

  • Schiffe gehören zu den großen Emittenten von Kohlendioxid, Stickoxid und Schwefeloxid – das soll sich nun ändern.
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