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(Fotos: ÖBB / Zenger)

ÖBB eröffnen modernisierten Bahnhof Korneuburg

22. Mai 2015 | 12:36 Autor: ÖBB Startseite, Niederösterreich

Korneuburg (A) Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde der Bahnhof Korneuburg am 22.05.2015 offiziell eröffnet. Die ÖBB haben 12,9 Millionen Euro in den Bahnhof investiert, er wurde vor allem kundenfreundlicher und barrierefrei gestaltet. Neben drei neuen Personenaufzügen im neu errichteten Personentunnel gibt es eine komplett neue Bahnsteigausstattung, zusätzliche Parkplätze, eine neue überdachte Bike&Ride-Anlage. Die bestehende Park&Ride Anlage wurde renoviert und die Unterführung zum Justizzentrum verlängert. Heute ist durch Alois Stöger Bundesminister für Verkehr, Infrastruktur und Technologie, ÖBB-Infrastruktur-Vorstand Franz Bauer, Landesrat Karl Wilfing und Bürgermeister Christian Gepp die feierliche Eröffnung erfolgt.

Qualitäts- und Komfortsteigerung – barrierefrei zum Zug
Barrierefreiheit und ein kundenfreundliches Design zeichnen den neuen Bahnhof aus: Beleuchtete Infokästen, neue Lautsprecheranlagen sowie Abfahrtsmonitore bei denen die nächsten Zugabfahrten in Echtzeit angezeigt werden, sorgen für lückenlose Kundeninformation und erleichtern so das Bahnfahren. Drei Personenlifte bringen die Bahnkunden barrierefrei zum Zug. Vor allem für Eltern mit Kinderwagen, Kunden im Rollstuhl oder Fahrgäste mit Fahrrad bzw. schwerem Gepäck und ältere Menmschen ist dies eine enorme Erleichterung.

Das niveaugleiches Ein- und Aussteigen in die Züge wird mit der neuen Bahnsteighöhe von 55 cm erreicht. Über den gesamten Zugangsbereich und am Bahnsteig wurde zudem ein taktiles Leitsystem für Blinde und Sehbehinderte errichtet. Rillenplatten am Boden bringen sehbehinderte Fahrgäste ohne Schwierigkeiten zum Bahnsteig. Die Überdachung auf den Bahnsteigen, sowie die verglasten Wartekojen bieten Schutz vor Niederschlägen und Wind. Für noch mehr Kundenkomfort gibt es neue Sitzbänke, Beleuchtungskörper und ein modernes Wegeleitsystem. Das Bahnhofsgebäude selbst wurde komplett neu errichtet. Es bietet Toilettenanlagen sowie zusätzlich ein barrierefreies WC.

Korneuburg: Pendeln leicht gemacht
Gerade in den für Berufspendler und Schüler relevanten Uhrzeiten halten am Morgen zwischen 5.00 Uhr und 8.00 Uhr insgesamt 17 Züge in Richtung Wien. In der Gegenrichtung kommen zwischen 16.00 Uhr und 19.00 Uhr insgesamt 15 Züge aus Wien in Korneuburg an. Gemeinsam mit dem modernen Bahnhof sowie den vielen Parkmöglichkeiten ist das Mobilitätsangebot eine klare Verbesserung und wird viele Pendler zum Umsteigen auf die Bahn motivieren.

Investitionen für moderne, kundenfreundliche Infrastruktur
Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 12,9 Mio. Euro, davon 10,4 Mio. Euro oder 80 Prozent für fahrgastspezifische Maßnahmen, wie etwa. Die Kosten teilen sich die ÖBB-Infrastruktur AG (80%) und das Land NÖ (20%). Korneuburg trägt 40% die Kosten des Bauabschnittes „Vorplatz“ inklusive dem Springbrunnen, sowie die laufenden Betriebskosten für die Lifte. Die Kosten für die Bike & Ride Anlage sowie die Verlängerung der Unterführung zum Justizzentrum beliefen sich auf 3,36 Mio. Euro, diese Kosten wurden partnerschaftlich von ÖBB und der Stadt getragen. Das bestehende Parkdeck wurde um rund 1 Mio. Euro saniert.

Das Umsteigen auf die umweltfreundliche Bahn wird Pendlern nun leicht gemacht: Ab sofort stehen in Korneuburg 542 PKW-Stellplätze und 516 Bike-Stellplätze) sowie 30 überdachte Moped-Abstellplätze zur Verfügung.

Die zusätzliche Erweiterung P&R-Stellplätze auf Südseite steht kurz vor Baubeginn: Auf der Südseite des Bahnhofs werden ab Spätsommer 2015 rd. 100 zusätzliche Pkw-Stellplätze errichtet. Die Kosten belaufen sich auf zusätzliche € 565.000, davon tragen 50 % die ÖBB, die andere Hälfte teilen sich Land Niederösterreich und die Stadt Korneuburg.

Mehr Bahn für Niederösterreich
Im Zeitraum von 2014 bis 2019 investieren die ÖBB – im Auftrag des bmvit – in Niederösterreich rd. 3 Mrd. Euro in die Bahninfrastruktur. Über Korneuburg hinaus können 2015 auch die modernisierten Bahnhöfe Neunkirchen, Hollabrunn, St. Pölten Alpenbahnhof, Gmünd, Waidhofen a.d. Ybbs, Wieselburg a.d. Erlauf und Bruck a.d.Leitha den Bahnkunden zur Verfügung gestellt werden bzw. sind schon fertig gestellt.

Denn das Park&Ride-Netz der ÖBB in Niederösterreich wird immer dichter. Aktuell gibt es in Niederösterreich mit mehr als rund 35.000 PKW- und mehr als 23.000 Zweirad-Stellplätzen ein größeres Angebot als in allen anderen Bundesländern zusammen. Das ermöglicht den PendlerInnen den täglichen Umstieg vom Auto auf die umweltfreundliche Bahn.

Mit dem Bau und der Erweiterung solcher Park&Ride-Anlagen und Bike&Ride-Anlagen soll die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel gefördert und den PendlerInnen ein gutes und kostenloses Service auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit geboten werden. Die Mittel für den Ausbau der Park&Ride-Anlagen in Niederösterreich bringt die ÖBB-Infrastruktur AG gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und den Gemeinden auf. Die bedarfsgerechte Errichtung, Erhaltung und nachhaltige Wertsteigerung der Infrastrukturanlagen sind wichtige Ziele der ÖBB.

Jeder neue Park&Ride-Platz und jede neue Bike&Ride-Anlage haben einen mehrfachen Nutzen: Zum einen wird der öffentliche Verkehr attraktiver, zum anderen leistet jeder einzelne Fahrgast mit dem Umstieg auf die Bahn einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und auch zur Verkehrssicherheit.

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