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KommR Fritz Floimayr, Eigentümer und Geschäftsführer gourmetfein

Wissen, wo’s herkommt – Vorbild gourmetfein!

25. Juli 2019 | 14:55 Autor: WIRTSCHAFTSZEIT Startseite, Vorarlberg, Tirol, Wien, Steiermark, Salzburg, Niederösterreich, Kärnten, Burgenland, Oberösterreich

Die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln ist eine Frage des Wollens, nicht des Könnens. gourmetfein Eigentümer und Geschäftsführer KommR Fritz Floimayr im Exklusivinterview.

Was ist so besonders an gourmetfein Produkten?
Wir von gourmetfein haben eine einzigartige Wertschöpfungskette geschaffen. Regionalität und Nachhaltigkeit sind kein Werbeversprechen sondern fester Bestandteil unserer Philosophie. Nur gourmetfein bietet mit einem vollständigen Rückverfolgungssystem 100 % Transparenz. Egal, ob es sich um Leberkäse, Wurstwaren oder um das OBERIO Hofgenau Schweine- und Rindfleisch handelt – auf jedem Produktetikett kann man nachlesen, von welchen Partner-Bauern das Fleisch für das Produkt stammt. Das ist einmalig in ganz Europa! Die konsequente Einhaltung strenger Richtlinien sorgt für höchste Qualitätsstandards. Alle Produkte sind gluten- und laktosefrei. Ebenso wird aus Überzeugung vollständig auf künstliche Farbstoffe, Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker und den Zusatz von Stärke verzichtet.

Woher bezieht gourmetfein den Rohstoff Fleisch?
gourmetfein setzt auf der ganzen Linie auf Nachhaltigkeit. So sind die Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe und die Partnerschaft mit lokalen, kleinstrukturierten Landwirtschaftsbetrieben längst eine Selbstverständlichkeit. Um die Rohstoffversorgung zu 100 % aus Österreich zu sichern, haben wir uns mit derzeit 40 Schweinebauern aus Oberösterreich zusammengeschlossen. Sie liefern ihre Tiere exklusiv an gourmetfein. Weiters beziehen wir von 160 Rinderbauern aus der Region rund 2.500 Jungstiere pro Jahr. Auf den Höfen der Partner-Bauern werden zur Aufzucht der Tiere nur gentechnikfreie Futtermittel verwendet. Dieses stammt zu ca. 80 % aus eigenem Anbau der Landwirte und 20 % aus dem Donauraum. Auf den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat wird aus Überzeugung verzichtet.

Mit der Angabe des Bauernhofes auf jedem Produktetikett wird der Bauer wieder vor den Vorhang geholt. Das bedeute verdiente Anerkennung und Wertschätzung für seine wertvolle Arbeit. Der Mehraufwand für die Fütterung und Haltung der Tiere wird von gourmetfein anständig vergütet. Nur so kann die Existenz der Bauern gesichert werden. Und der Konsument erfährt, woher sein Lebensmittel kommt. „Wer seine Herkunft verleugnen muss, hat in der Zukunft keine Chancen!“ sagt gourmetfein.

Die Konsumenten legen immer mehr Wert auf die Herkunft des Fleisches. Warum ist die Herkunftsauszeichnung nicht allgemeiner Standard in der fleischerzeugenden Lebensmittelindustrie?  
Dass die Herkunftskennzeichnung bis zum verarbeiteten Endprodukt möglich ist, zeigen wir bereits seit Anfang 2016. Hiermit sind wir bis heute noch die Einzigen in ganz Europa. Wir leisten somit echte Pionierarbeit. Gründe für einen Verzicht der Herkunftsauszeichnung könnten für mich sein, dass nicht bekannt werden soll woher das Fleisch tatsächlich kommt.

Man hört immer wieder, dass die Rückverfolgbarkeit bei Fleisch sich letztlich als zu teuer für den Endkonsumenten erweisen würde?
Tatsächlich machen die Kosten für Rückverfolgungskennzeichnung beispielsweise bei einem Leberkäsesemmerl 1 Cent und bei einem Schnitzel maximal 2 Cent aus. Für diesen Betrag könnte der Konsument wissen, auf welchem Bauernhof die Tiere aufgewachsen sind. Daher greift dieses Argument, der nicht machbaren Rückverfolgungskennzeichnung viel zu kurz.  
Die Kunden lassen sich ohnehin nicht mehr für blöd verkaufen. Sie wollen endlich wissen, woher ihr Fleisch am Teller tatsächlich kommt. Milch, Käse, Butter, Bier – überall wird damit geworben, woher die Ware kommt. Nur beim Fleisch mangelt es noch an 100 %iger Transparenz was die Herkunft betrifft.

Auch die Gastronomie hat längst verstanden, dass der Gast wissen möchte woher das Fleisch auf seinem Teller kommt. Der Gedanke, dass das Fleisch aller Wahrscheinlichkeit nach aus einem Industriemastbetrieb aus dem Ausland kommt und dort auf die Haltung und Fütterung der Tiere nur minimal Wert gelegt wird, macht das Schnitzerl nicht sympatisch.

gourmetfein
Mitten in Michaelnbach, einer kleinen Gemeinde im Bezirk Grieskirchen mit rund 1300 Einwohnern, hat gourmetfein ein supermodernes Werk errichtet. Der Familienbetrieb wurde 2004 von Kommerzialrat Fritz Floimayr gegründet und entstand aus einer ortsansässigen Landmetzgerei. Der echte Naturkrusten Leberkäse ist nach wie vor das Aushängeschild von gourmetfein. Im Laufe der Jahre wurde das Sortiment nach und nach erweitert. Zum echten Naturkrusten Leberkäse kamen die beliebten Würstel, hervorragende Wurstwaren sowie das feine OBERIO Hofgenau Schweine- und Rindfleisch. Auf ausgezeichnete Qualität und die heimische Herkunft der Rohstoffe wird dabei größter Wert gelegt. Der Lebensmittelproduzent ist bereits Marktführer in der heißen Theke an österreichischen und deutschen Tankstellen. Derzeit beschäftigt gourmetfein 90 Mitarbeiter. Jährlich werden rund 2500 Tonnen Leberkäse produziert. Das würde in etwa 25 Mio. Leberkäsesemmel entsprechen. Weiters produziert gourmetfein pro Jahr zirka 3500 Tonnen Qualitätsfleischstücke, welche an den qualitäts- sowie herkunftsbewussten Handel und die Gastronomie geliefert werden.

    gourmetfein | GF Fleischproduktion GmbH & Co KG

    Waldstraße 3, 4712 Michaelnbach
    Österreich
    +43 7277 3295-0

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