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Christian Schicker, Marketingleiter MasterCard und Stephan Grad, Vorstand aCommerce Team präsentieren die Trends der eCommerce Branche. (Bild: HarCon MediaConsulting)

Die Trends der eCommerce Branche in Österreich

10. September 2014 | 16:06 Autor: HarCon MediaConsulting Wien, Niederösterreich

Wien (A) aCommerce Team, das unabhängige Netzwerk für professionellen eCommerce in Österreich acommerce-team.at, und MasterCard sprachen mit den Medienvertretern über die Situation von eCommerce in Österreich. Denn im Vergleich zu Deutschland oder der Schweiz sind die Unternehmen in Österreich bei diesem Thema noch nicht wettbewerbsfähig genug.

Nach Schätzungen von Branchenvertretern gehen 60 - 80 Prozent des österreichischen eCommerce Umsatzes in andere europäische Länder, hauptsächlich an deutsche Unternehmen.

Viele österreichische Entscheidungsträger denken noch immer, eCommerce wäre nur Online-Shopping. Aber es heisst im internationalen Kontext: Den Kunden, egal ob in der geschäftlichen Beziehung zwischen Unternehmen (B2B) oder zwischen Unternehmen und Konsumenten (B2C), dort mit Informationen, Know-how und Kontaktmöglichkeiten zu versorgen, an denen der (potentielle) Kunde es gerade wünscht. Und es gibt nicht „den“ Onlinekanal, genauso wie es nicht „den“ Offlinekanal gibt. Streichen Sie Kunstwörter wie Multichannel, Omnichannel, NoLine usw. aus dem Sprachgebrauch. eCommerce ist also auch der (kostenpflichtige) Social Network Account, Behördenportale, Reisebuchungen, Online-Spiele. Aber auch das Bezahlen per Handy-App im stationären Handel fällt unter diesen Begriff.

Wir haben in Österreich die selben technischen Grundlagen wie in unseren Nachbarländern, eine ähnliche Einkaufskraft und Investoren. Dennoch hinken wir in Österreich beim Thema eCommerce hinterher. Warum also ist die eCommerce Branche bei uns noch nicht so stark vertreten wie in Deutschland, der Schweiz oder UK? Nun, es fehlt laut Stephan Grad, Vorstand von aCommerce Team, das wirkliche Bewusstsein um die Notwendigkeit von professionell aufgesetztem eCommerce.

Stephan Grad betonte: "Zudem sind wir in Österreich nicht so mutig, wenn es um die Eroberung neuer Kanäle geht. Und daraus resultierend haben wir noch zu wenig Fachwissen hier vor Ort.“ Damit sich das ändert, arbeitet das unabhängige Expertennetzwerk aCommerce Team an der Professionalisierung von eCommerce in Österreich.

"Wir sind als Ansprechpartner für Onlinehändler da, wenn es darum geht, die richtigen Dienstleister als Agenturen, Logistikpartner oder Payment-Anbieter zu finden und wir zeigen Innovationen auf, die sich gerade in der Branche ergeben.“, so Vorstand Stephan Grad.

Ein anderes Problem für Online-Shops sind die Abbruchraten beim Online-Shopping. International brechen ca. 38 Prozent der Kunden den Einkaufsvorgang ab, weil die Bezahlung zu aufwändig ist oder der Prozess zu unsicher erscheint.

Man stelle sich vor, im Supermarkt würde mehr als ein Drittel der Kunden die Ware an der Kasse abstellen und den Markt mit leeren Händen verlassen, weil die Kassa zu kompliziert ist – der Händler würde sofort eine neue Kasse einführen. Interessanterweise ist es aber so, dass viele Händler ihre Kunden im Online-Shopping genau auf diese Art und Weise verschrecken. Hier zeigt sich die noch immer vorhandene Unbeweglichkeit in den Köpfen vieler Handelsunternehmer.

Auch die Bezahl-Lösungen verschwimmen ebenso zwischen Online- und Offlinekassen. Künftig wird man mit der Maestro Bankomatkarte auch online einkaufen können.

"Nur ca. 2,5 Millionen Kreditkarten stehen ca. 8,9 Millionen Maestro Bankomatkarten gegenüber. Das ist nicht nur für die Händler eine Chance an eine größere Käuferschicht heranzukommen. Auch für Konsumenten, die bisher nicht oder mit größeren Schwierigkeiten online einkaufen konnten, wird das Bezahlen im Internet einfacher und sicherer.“, so MasterCard Marketingleiter Christian Schicker.

Künftig werden Kunden bei der Bezahlung nicht mehr zwischen Online oder Offline unterscheiden. Auch im Handel vor Ort wird nicht mehr die Brieftasche herausgesucht, sondern beispielsweise per Handy kontaktlos auf dem Bezahlterminal bezahlt, erläuterte Christian Schicker weiter.
Die Branche befindet sich also noch mitten in der Innovation und es werden sich weitere Möglichkeiten etablieren, die es dem Kunden einfacher machen, seine Ware zu bezahlen. Dazu sind Sicherheit, Datenschutz und Vertrauen notwendig – umso wichtiger ist es, dass erfahrene Anbieter auf dem Markt unterwegs sind.

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