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Duco van Lanschot, Head of International des Digitalkiosks Blendle (Foto: Blendle)

Österreichische Medientage 2015: Medienhäuser werden zu Digital-Business-Unternehmen

09. September 2015 | 11:40 Autor: MultiArt PR-Agentur Startseite, Niederösterreich, Wien

Wien (A) Die Medienwelt steht Kopf. Immer mehr Menschen konsumieren digital. Die Printmedien sind zu einem radikalen Umdenken gefordert. Wie kann sich Print in Zeiten der großen digitalen Revolution trotzdem durchsetzen? Welche Strategien funktionieren in der immer komplexeren Welt der Kommunikation? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen gibt es bei den Österreichischen Medientagen am 22. und 23. September 2015 mit Top-Referenten großer Verlagshäuser: Gerhard Zeiler, Präsident von Turner Broadcasting System International, Torsten Rossmann, Geschäftsführer der WeltN24 GmbH, Anita Zielina, Digitalchefin der NZZ, Martin Gaiger, Kurier Digital und Peter Kropsch, Geschäftsführer der Austria Presse Agentur.

Mediale Konvergenz im Echtbetrieb.
Torsten Rossmann, Geschäftsführer der WeltN24 GmbH, schildert in einer Case Study, wie N24 als TV-Sender und übergreifende Multimedia-Redaktion für die Springer-Gruppe, insbesondere „Welt“ und „Bild“, für weitere Devices und Dritten als multimedialer Newsroom und Content-Provider agiert. In der nachfolgenden Runde diskutiert der Medienmanager mit der  Digital-Chefredakteurin  der NZZ, Anita Zielina, moderiert von Helmut Brandstätter, Chefredakteur des Kurier.

Ist die Zeit reif für Paid Content?
Große Medienhäuser rüsten sich – nach Zeiten des Lamentierens – auf. Und kommen mit neuen Pay-Modellen. Rechnet sich das? Dazu gibt es ein brisantes Impulsstatement von Duco van Lanschot, Head of International des Digitalkiosks Blendle, der schon vorab mit einem Statement für Gesprächsstoff sorgt: „More than 50% of Blendle’s >400.000 users are below 35 years old. And paying for journalism. We want to educate youngsters to pay for journalism again. Im Anschluss diskutieren mit Duco van Lanschot Top-Experten großer Verlagshäuser: Peter Kropsch (APA), Roman Gaisböck (Verlagsgruppe News) und Martin Gaiger (Kurier Digital). Es moderiert Michael Grabner (Michael Grabner Media).

Digital und bezahlt.
Wie werden die „Net Only“ Medien reüssieren? Die Pioniere und Umstürzler wie Buzzfeed, die Sozialen wie Krautreporter oder die behäbigen Klassiker wie NZZ, die sich neu erfinden will? Wer soll das bezahlen? Und wie kann Content-Ad unterstützen oder torpedieren? Geht es überhaupt ohne Werbung? Und wie hält man Qualität? Es diskutieren: Richard Gutjahr (Blogger und Journalist), Gerald Grünberger (VÖZ), Michael Fleischhacker (NZZ) und Sebastian Esser (Krautreporter). Moderation: Wolfgang Renner (Wiener Zeitung).

Die Glokalisierung als Chance für Print?
Es geht um die Wiederentdeckung der regionalen Werbung. Lokale und regionale Medien sind und bleiben erfolgreich. Überregionale Medien werden mit lokalen Redaktionen neu aufgemischt. Was ist das Erfolgsrezept? Einen Gegenpol zur digitalen globalen Welt bietet das Panel der Glokalisierung, hochkarätig besetzt mit: Uschi Fellner (Die Bundesländerinnen), Josef Gruber (Tips), Kristin Hanusch-Linser (ÖBB Holding AG), Konrad Mayr-Pernek (MEC), Erich Scharf (Salzburger Woche), mit der Moderation von Wolfgang Unterhuber (Regionalmedien Austria).

Die Österreichischen Medientage, die 2015 unter dem Motto „Digitale Pragmatik – Mehrwert durch Kommunikation“ stehen und der größte österreichische Fachkongress für Medien, Marketing, Kommunikation und Interaktion sind, bieten noch weitere Highlights: Von der Flimmerkiste zur Mediabox – neue Channels versus klassisches Fernsehen, Streams versus Linearität, Binging statt Selektion. Oder: Die neuen Fernsehmacher aus dem Internet- und Interaktionsmilieu mit dem charismatischen Fabian Siegismund als Testimonial.

Breiter Raum wird dem Themenkomplex Web und digitale Allmacht gewidmet: „Big Data“, die Datenkrake, Targeting und Profiling – der Konsument im Fadenkreuz bis zur großen Politik des Andrew Keen, der behauptet: „Das Internet ist kaputt“ und vehement die Oligopole der Macht wie Google, Amazon, Facebook und Co. attackiert. Mit vehementen Antipoden wie Madhav Chinnappa von Google News Europe.

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