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Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der SBO

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment mit Jahresumsatz von 445 Millionen Euro

18. März 2020 | 08:47 Autor: sbo Startseite, Niederösterreich

Ternitz(A) Die im ATX der Wiener Börse notierte Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) erwirtschaftete ein solides Ergebnis 2019, trotz großer regionaler Unterschiede. Die breite strategische Positionierung des Unternehmens bewährte sich in einem sehr dynamischen Marktumfeld. Die Nachfrage in Nordamerika zeigte ab Mitte des Jahres stark abschwächende Tendenzen, bedingt durch die hohe Investitionsdisziplin der nord-amerikanischen Öl- und Gasgesellschaften. Das internationale Marktumfeld entwickelte sich dagegen positiv. Durch das gut ausgebaute internationale Geschäft konnte SBO die Schwäche des nordamerikanischen Marktes zu einem Gutteil kompensieren.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,0 % auf MEUR 445,3 (2018: MEUR 420,2). Der Auftragseingang lag bei MEUR 467,2, nach MEUR 481,9 im Jahr 2018. Der Auftragsstand Ende 2019 erhöhte sich auf MEUR 123,0 (31. Dezember 2018: MEUR 97,7). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf MEUR 108,6 (2018: MEUR 120,0). Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR 60,2 (2018: MEUR 46,9). Der Vorjahreswert beinhaltet eine nicht cash-wirksame, rückwirkende Berichtigung des Firmenwerts einer Tochtergesellschaft in Höhe von MEUR 23,9 zum 31. Dezember 2018[1]. Die EBITDA-Marge lag bei 24,4 % (2018: 28,6 %), die EBIT-Marge bei 13,5 % (2018: 11,2 %).

Das Finanzergebnis 2019 belief sich auf MEUR minus 12,3 (2018: MEUR minus 14,8). Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR 47,9 (2018: MEUR 32,0), das Ergebnis nach Steuern kam im Geschäftsjahr 2019 bei MEUR 32,3 zu liegen (2018: MEUR 17,5). Das Ergebnis pro Aktie lag bei EUR 2,03 (2018: EUR 1,10).

„Große regionale Unterschiede zwischen Nordamerika und den internationalen Märkten haben unser Geschäftsjahr geprägt und insgesamt ein herausforderndes Umfeld für die Öl- und Gasindustrie geschaffen“, sagt Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der SBO. „Das internationale Marktumfeld entwickelte sich positiv, daher konnte SBO durch ihre weltweite Positionierung die Chancen in diesen Märkten gut nutzen und die Auswirkungen des schwächeren Nordamerika-Geschäfts reduzieren. Dadurch hat sich unser Geschäft auch 2019 solide entwickelt.“

Rückwirkende Berichtigung eines Firmenwerts 2018
Auf Grund eines Prüfungsergebnisses der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung vom Dezember 2019 führte SBO eine nicht cash-wirksame, rückwirkende Berichtigung des Firmenwerts einer Tochtergesellschaft in Höhe von MEUR 23,9 zum 31. Dezember 2018 durch. Die nicht cash-wirksame Berichtigung des Firmenwerts zum 31. Dezember 2018 hatte auf das Ergebnis 2019 keinen Einfluss.

Solide Bilanz
SBO verfügt über eine solide Bilanzstruktur: Das Eigenkapital erhöhte sich auf MEUR 370,1 (2018: MEUR 344,8).1 Die Eigenkapitalquote von SBO stieg per Ende 2019 auf
42,3 % (2018: 39,3 %), die Nettoverschuldung reduzierte sich auf MEUR 20,1 (2018: MEUR 62,5). Dementsprechend sank auch das Gearing von 18,1 % auf 5,4 % zum Ende des Jahres 2019. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug MEUR 265,2 (2018: MEUR 241,5). Der operative Cashflow verdreifachte sich nahezu und hielt zu Jahresende bei MEUR 98,1 (2018: MEUR 33,4). Der freie Cashflow erhöhte sich von MEUR minus 0,3 im Jahr 2018 auf MEUR 63,8 im Jahr 2019, trotz der angefallenen Zahlungen für den Erwerb von Minderheitenanteilen in Höhe von MEUR 30,1. Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) betrugen MEUR 31,5 (2018: MEUR 35,9). Am 31. Dezember 2019 betrug das Bestellobligo für Sachanlagen MEUR 5,0 (2018: MEUR 2,1).

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung 2020 für das Geschäftsjahr 2019 die Erhöhung der Dividende auf EUR 1,20 je Aktie vor (2018: EUR 1,00).

Aktienrückkaufprogramm beschlossen
Der Vorstand von SBO hat entschieden, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung 2018 zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch zu machen. Der Aktienrückkauf soll im Zeitraum vom 23. März 2020 bis zum 24. Oktober 2020 (voraussichtlich) erfolgen. Dabei sollen bis zu 700.000 eigene Aktien – also höchstens 4,375 % des Grundkapitals – über die Wiener Börse zu einem Gegenwert von mindestens EUR 1 und höchstens EUR 35 je Stückaktie erworben werden. Der Aktienrückkauf soll laut Beschluss für künftige Mitarbeiterprogramme oder als Transaktionswährung dienen.

Anspruchsvolles Umfeld 2020
SBO startete positiv in das Jahr 2020. Umsätze und Auftragseingänge entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen. Beginnend mit Februar brachten zwei Ereignisse die Kapitalmärkte massiv unter Druck: Zunächst setzte die Entwicklung rund um den Coronavirus ein und erzeugte direkte Effekte auf die Weltwirtschaft. Dies hatte auch einen unmittelbaren Einfluss auf die Ölpreise. Derzeit ist wenig absehbar, wie schnell es hier zu einer Beruhigung kommen wird. Am Wochenende vom 07. März 2020 kam es überraschend zur Eskalation im Förderkonflikt zwischen Saudi-Arabien und Russland als OPEC+ Partner. Saudi-Arabien erhöhte die Produktion und schwemmte den Ölmarkt zu diskontierten Preisen. Diese Maßnahme kam sehr gezielt in einem ohnedies angeschlagenen Nachfrageumfeld infolge der Corona-Epidemie. Das nächste OPEC-Meeting ist für 09. Juni 2020 geplant.

„Wir werden in gewohnter Weise alles daransetzen, bestmöglich mit den Marktumständen und den Unsicherheiten umzugehen. Nordamerika wird aufgrund des niedrigen Ölpreises weiterhin schwach bleiben. Auf den internationalen Märkten besteht die Hoffnung, dass die Ausgaben für Exploration und Produktion der Öl- und Gasgesellschaften nur moderat angepasst werden. Wir sind hochgradig wachsam und stellen uns auf ein herausforderndes Jahr 2020 ein“, schließt CEO Gerald Grohmann.

    Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

    Hauptstraße 2 , 2630 Ternitz
    Österreich
    +43 2630 315-0

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